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Stabiler Burn-out

Artikel-Nr.: 978-3-8498-2132-6

28,00

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Erschöpfung ist zu einem systemischen Bestandteil unserer Zeit geworden: Zwei Drittel aller Arbeitnehmer/innen betrachten sich als Burn-out-gefährdet. Die Natur ist ausgezehrt. Finanzsysteme müssen vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Lieferketten werden brüchig und zum Risikofaktor für die Wirtschaft. Krisen häufen und verschachteln sich, während das Vertrauen in die Demokratie und die zur Krisenbewältigung vorgesehenen Institutionen erodiert.

Doch die Erschöpfung führt nicht zum Burn-out, sondern zum Burn-on. Alles geht immer weiter. Systeme werden durch Symptom­behandlung am Rande des Kollapses stabil gehalten. Tieferliegende Ursachen bleiben allzu oft unerkannt und unberührt. Die vorherrschende Lösungsstrategie lautet: mehr vom selben. Der Burn-out, so scheint es, ist stabil.

Die Beiträge dieses Buches gehen auf eine Ringvorlesung des Zentrums für ethische Fragen im 21. Jahrhundert zurück. Es bringt Experten/innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und geht der Frage nach, wie weit die Diagnose „Stabiler Burn-out zur Gegenwartsanalyse geeignet ist. Es wird nach den tieferen Ursachen gesucht und nach Wegen, die aus der System­erschöpfung herausführen können.

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