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Erschöpfung ist zu einem systemischen Bestandteil unserer Zeit geworden: Zwei Drittel aller Arbeitnehmer/innen betrachten sich als Burn-out-gefährdet. Die Natur ist ausgezehrt. Finanzsysteme müssen vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Lieferketten werden brüchig und zum Risikofaktor für die Wirtschaft. Krisen häufen und verschachteln sich, während das Vertrauen in die Demokratie und die zur Krisenbewältigung vorgesehenen Institutionen erodiert.
Doch die Erschöpfung führt nicht zum Burn-out, sondern zum Burn-on. Alles geht immer weiter. Systeme werden durch Symptombehandlung am Rande des Kollapses stabil gehalten. Tieferliegende Ursachen bleiben allzu oft unerkannt und unberührt. Die vorherrschende Lösungsstrategie lautet: mehr vom selben. Der Burn-out, so scheint es, ist stabil.
Die Beiträge dieses Buches gehen auf eine Ringvorlesung des Zentrums für ethische Fragen im 21. Jahrhundert zurück. Es bringt Experten/innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und geht der Frage nach, wie weit die Diagnose „Stabiler Burn-out zur Gegenwartsanalyse geeignet ist. Es wird nach den tieferen Ursachen gesucht und nach Wegen, die aus der Systemerschöpfung herausführen können.
Ziad Mahayni (Hg.)
Stabiler Burn-out
Sind Mensch, Gesellschaft und Natur im Zustand verstetigter Erschöpfung?
Ethische Fragen im 21. Jahrhundert, Band 2
2026
ISBN 978-3-8498-2132-6
167 Seiten, Abb.
Klappbroschur
Ziad Mahayni ist Professor für Angewandte Ethik an der Hochschule Karlsruhe und Leiter des Zentrums für ethische Fragen im 21. Jahrhundert. Er hat an der TU-Darmstadt, Université de Bordeaux und der Harvard University Chemie und Philosophie studiert und lehrte zuvor in den Bereichen Future-Design und Entrepreneurship. Er ist Herausgeber der Buchreihe „Ethische Fragen im 21. Jahrhundert“ und betreibt den Podcast „Auf der Kippe – Philosophie für das digitale Zeitalter“.
Leseprobe: lp-9783849821326.pdf
Werbeflyer: 2132_stabiler-burnout_eflyer.pdf