Petzold, Hilarion G. / Leeser, Brigitte / Klempnauer, Elisabeth (Hgg.): Wenn Sprache heilt
Artikel-Nr.: 978-3-8498-1252-2Leider vergriffen.
Als Broschur erhältlich: ISBN 978-3-8498-1263-8
88,00 €
Dieses Buch gibt einen umfassenden, aktuellen Überblick über Therapien, die mit „gestaltender und heilender Sprache“ arbeiten und zu den „Neuen Kreativitätstherapien“ und Methoden der Persönlichkeitsbildung und Kulturarbeit gehören. Sie finden weltweit immer größere Verbreitung: „Poesietherapie“ behandelt mit Hilfe kreativer Ausdruckssprache seelische Belastungen und Störungen. „Bibliotherapie“ arbeitet mit ausgewähltem Lesestoff. In der „Biographiearbeit“ wird Lebensgeschichte erzählt und bearbeitet. „Creative writing“ fördert Kreativität und Spontanität. Auch in der Psychotherapie, Kunsttherapie, Suchttherapie, Sozialarbeit, Pädagogik wird die Heilkraft der Sprache mit Kindern, Jugendlichen, alten Menschen und MigrantInnen inzwischen mit Erfolg eingesetzt. Denn: ohne Gespräche, ohne Worte der Ermutigung, der Trauer und des Trostes, ohne emotional berührendes Sprechen können keine Heilungsprozesse gelingen. Menschen müssen für ihre Gefühle „Worte finden“, ihr „Leben erzählen“ können.
Der Band informiert über Theorie und Praxis der sprachfundierten und textgestützten Therapieformen und gibt viele Beispiele aus der praktischen Arbeit mit KlientInnen und Patienten aller Altersgruppen. Vielfältige Störungsbilder und Praxisfelder in Klinik, Jugendarbeit, Sozialpädagogik, Persönlichkeits- und Erwachsenenbildung werden vorgestellt.
Hilarion G. Petzold / Brigitte Leeser / Elisabeth Klempnauer (Hgg.)
Wenn Sprache heilt
Handbuch für Poesie- und Bibliotherapie, Biographiearbeit und Kreatives Schreiben
Festschrift für Ilse Orth
Studientexte Integrativer Therapie
AISTHESIS psyche
2018
ISBN 978-3-8498-1252-2
1038 Seiten, Abbildungen
gebunden
Auch als kartonierte Print-Ausgabe erhältlich: ISBN 978-3-8498-1263-8
- Vorwort
Hilarion G. Petzold, Elisabeth Klempnauer, Brigitte Leeser
- Ilse Orth – ein Portrait
Johanna Sieper
- Unsägliches sagbar machen.
Die Poesie- und Bibliotherapeutin Ilse Orth im Interview mit der Textpraxis-Redaktion
Ilse Orth
- I Theorie
- Prozesse persönlicher Hermeneutik und Lebensgestaltung durch die Integrative Poesie- und Bibliotherapie
Heidrun Räuchle
- Leib, Sprache, Geschichte in einer integrativen und kreativen Psychotherapie.
Über die Heilkraft von „Poesietherapie“ und „kreativen Medien“
Ilse Orth, Hilarion G. Petzold
- Intersubjektive, „konnektivierende Hermeneutik“,
Transversale Metahermeneutik, „multiple Resonanzen“ und die „komplexe Achtsamkeit“ der Integrativen Therapie und Kulturarbeit
Hilarion G. Petzold
- „Narrative Identität“ vor dem Hintergrund integrativer Konzepte und poesie- und bibliotherapeutischer Praxis
Stefanie Bläser
- Green Writing – Schreiben in der Natur und von Naturerfahrungen – Ein integrativer Ansatz kreativen und biographischen Schreibens
Elisabeth Klempnauer
- Integrative Poesie- und Bibliotherapie in Korea
Yon Suk Chae
- Poesie- und Bibliotherapie: Forschung, Forschungsstand und Wirksamkeit
Jacqueline Blumberg
- II Praxeologie in Therapie und Kulturarbeit
- Narrative Biographiearbeit & Biographieerarbeitung in der Integrativen Therapie, Integrativen Poesie- & Bibliotherapie und in Schreibwerkstätten mit „kreativem Schreiben“.
Praxeologisches Material zur Vor- u. Nachbereitung biographischen Arbeitens
Hilarion G. Petzold
- Worte werden Bilder – Bilder werden Worte.
Poesietherapie in der klinischen Behandlung von Depressionen und Erschöpfungskrankheiten
Brigitte Leeser
- Schauen und angeschaut werden – Ein poetischer Dialog zwischen eigenleiblich-sinnlicher Wahrnehmung und der schöpferischen Expression einer Skulptur – ein Beispiel intermedialer Arbeit
Birgit Hirsekorn
- Poesie in Ruanda: Kühe und Schmerz
Andrea Grieder
- Potenziale entfalten.
Erfahrungen aus den Möglichkeitsräumen der Poesietherapie. Beispiele aus kreativen Schreibgruppen
Brigitte Pagendamm, Birgit Schreiber
- Stressprävention in Volkshochschulkursen mit Integrativer Poesie- und Bibliotherapie
Nicole Mundhenk
- Kleine Literaturapotheke
Christiane Kretzschmar
- Schreibtherapie als Selbsthilfe
Lutz von Werder
- Ziele formulieren und Übergänge kreativ gestalten.
Entwicklung eines poesie- und bibliotherapeutisch basierten Workshops zur Studienorientierung
Christine Hummel
- Was unterscheidet kreatives Schreiben im Schreibseminar nach der Methode der Poesie- und Bibliotherapie im Integrativen Verfahren von der Aufsatzerziehung in der Schule?
Christa Henrichmann
- Sind die Methoden der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie hilfreich im Deutschunterricht für Geflüchtete?
Überlegungen am Beispiel eines deutschkursbegleitenden, ehrenamtlichen Angebots für eine kleine Gruppe junger erwachsener Männer aus Eritrea in Köln
Angelika Calmez
- III Praxis in Therapie und Agogik
- Therapeutische Praxisberichte
- Psychiatrische Poesietherapie am Beispiel der Gedichtform Sonett und dem Krankheitsbild der Depression
Guido Lersen
- LungenhochdruckpatientInnen und die Poesietherapie
Daniela Kleinschek
- Träume & Poesie.
Traumbearbeitung in der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie. Ein methodischer Ansatz im ressourcenorientierten Einzelsetting mit Erwachsenen
Alexandra Ramssl-Sauer
- Weisheiten verbinden.
Einsatz der Poesie- und Bibliotherapie in der niedrigschwelligen Suchtarbeit
Mareike van Elsbergen
- Arbeit in der Lebensspanne mit Kindern, Jugendlichen, alten Menschen, Sterbenden
- Weil kein Kind lacht über gemahlene Macht …
Potentiale und Ansätze einer integrativen Kinderpoesie- und Biblio-Arbeit in kindertherapeutischen und kinderpädagogischen Arbeitsfeldern
Ria Jansenberger
- Kreatives Schreiben als Methode der Leseförderung.
Wechselbeziehung Lesen und Schreiben
Eva-Maria Helmsorig
- Ameisenbarbecue.
Kurs „Kreatives Schreiben“ für Jugendliche in einer gymnasialen Oberstufe
Petra Fietzek
- Integrative Schreibberatung bei wissenschaftlichem Schreiben – ein Beispiel aus der Praxis
Beatrice Escher Andersen
- Kreatives Schreiben mit Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind – Konzepte und Erfahrungen
Adelheid Liepelt
- Der Umzug – Wohnung und Quartier als Lebenswelt
lrma Petzold-Heinz
- Aus meinem Weg erzählt…
Hingabe an das Leben als persönliche Lebensaufgabe. Ein Erfahrungsbericht unter Einbeziehung der Integrativen Therapie
Praxedes Wenk-Kolb (†)
- Integrative Arbeit mit einem Sterbenden mit Gestalttherapie, Ton, Poesietherapie und kreativen Medien
Hilarion G. Petzold
- Integrative Poesie- und Bibliotherapie im Trauerprozess.
Über die therapeutische Wirkung der poetischen Sprache bei Trauernden
Anja Nevanlinna
- Ausbildung
- Curriculum.
Poesie- und Bibliotherapie, Kreatives Schreiben und Biographiearbeit im Integrativen Verfahren.
Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Naturtherapien & Kreativitätsförderung EAG
Hilarion G. Petzold, Ilse Orth
- Dramatisierung von Texten, Gedichten und Märchen.
Aufzeichnungen aus einem Seminar mit Ilse Orth
Annika Goos, Katja Reibstein
- Evaluationsergebnisse der Weiterbildung in Poesie- und Bibliotherapie im Integrativen Verfahren an der EAG aus den Jahren 2008 bis 2017
Jacqueline Blumberg, Hilarion G. Petzold
- Epitome
- Polyloge in der Integrativen Therapie:
„Mentalisierungen und Empathie“, „Verkörperungen und Interozeption“ – Grundkonzepte für „komplexes Lernen“ in einem intermethodischen Verfahren „ko-kreativen Denkens und Schreibens“
Hilarion G. Petzold, Ilse Orth
- Literaturgesamtverzeichnis Orth, Petzold und MitarbeiterInnen
- Biographische Kurznotizen zu den AutorInnen
- Textnachweise
- Schlagwortregister
Leseprobe: lp-9783849812522.pdf
Das Buch kommt mir bedeutend vor. Jedenfalls erfüllt es weitaus mehr als von einem Handbuch erwartet werden kann. Selbstverständlich verschafft es einen ebenso differenzierten wie breiten Überblick, gewährt dabei tiefgehende und anregende, letztlich wegweisende Einblicke in Theorie und Praxis der Integrativen Poesie- und Bibliotherapie, wie sie von Hilarion G. Petzold und Ilse Orth begründet und entwickelt worden ist. Ein Handbuch enthält in der Regel viel Bekanntes und Bewährtes. Dies liegt in der Natur der Sache. Dieses Handbuch enthält aber darüber hinaus auch viel Neues und Wegweisendes. Ich sehe es als ein auf die Zukunft gerichtetes, wertvolles Vermächtnis.
H. W. Schuch in "socialnet Rezensionen" (3.7.2018)
Die vollständige Rezension: https://www.socialnet.de/rezensionen/24581.php
AISTHESIS psyche
