Hartmut Steinecke/Günter Tiggesbäumker (Hgg.)

Jüdische Literatur in Westfalen

Vergangenheit und Gegenwart  

Symposion im Museum Bökerhof
27.-29. Oktober 2000

Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen Band 4


2002, ISBN 3-89528-346-0,
233 Seiten, kart. EUR 29,80
 

 

Wieviele Autoren jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung warten eigentlich noch darauf, in das Gedächtnis unserer Zeitgenossen zurückgerufen zu werden?... Wir kennen nur die bekanntesten unter den Opfern. Doch jene aus der zweiten, aus der dritten Reihe, die weniger Namhaften, fehlen zur Gänze in unserem Bewußtsein. Günter Kunert

Das Forschungsprojekt Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen an der Universität Paderborn hat unter Leitung von Prof. Dr. Hartmut Steinecke mit der Aufarbeitung dieses Desiderats für die Region Westfalen begonnen:
Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse eines Symposions im Oktober 2000, auf dem das Forschungsprojekt erstmals vorgestellt wurde. Das Spektrum der Beiträge reicht von einer Einführung in das Thema Jüdische Literatur in Westfalen über Untersuchungen zu Leben und Werk einzelner Autoren bis zum literarischen, kulturellen und historischen Kontext der jüdischen Literatur nicht nur in Westfalen.

Inhalt:

  • Hartmut Steinecke: Zur Einführung

  • Vorstellung des Forschungsprojekts
  • Hartmut Steinecke: Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen - Vorstellung des Forschungsprojekts
  • Iris Nölle-Hornkamp: Auf der Suche nach einer jüdischen Literatur in und aus Westfalen - Ergebnisse des Projekts Westfälisches Autorenlexikon

  • Jüdische Autorinnen und Autoren: Porträts, Themen, Schreibweisen
  • Hartmut Steinecke: Salomon Ludwig Steinheim (1789-1866) - eine der "literarischen Notabilitäten" des Vormärz
  • Michael Vogt: "Genosse Kasperle" - Felix Fechenbachs Figurentheater als Medium demokratischer Erziehung
  • Thomas Dörr: Kindheitsexil. Goral in Westfalen
  • Arie Goral-Sternheim: Impressionen einer westfälischen Kindheit
  • Petra Renneke: "... Eindrücke niederschreiben, solange sie noch frisch sind." - Jenny Alonis Briefe aus dem Jahr 1947
  • Jenny Aloni: Brief an Esra Aloni, München, 5. Oktober 1947

  • Kontexte nicht-jüdischer Literatur und jüdischer Geschichte
  • Walter Gödden: Hinweise auf Erwin Sylvanus' Korczak und die Kinder
  • Jochen Grywatsch: Literaturgeschichte im Museum oder Drostes Judenbuche und die Translozierung eines jüdischen Hauses aus Ovenhausen
  • Heinrich Stiewe: Jüdische Wohn- und Alltagskultur im Freilichtmuseum. Zur Translozierung des Hauses Steilberg/Uhlmann aus Ovenhausen (Kr. Höxter) ins Westfälische Freilichtmuseum Detmold
  • Manfred Keller: Jüdische Gedenkstätten in Westfalen

  • Anhang
  • Erste Stimmen zum Projekt "Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen"
  • Vorläufiges Verzeichnis der jüdischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen
  • Über die Herausgeber, Beiträgerinnen und Beiträger

Hartmut Steinecke, Dr. phil., ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Paderborn. Er ist Gründer und Leiter des Jenny-Aloni-Archivs und Leiter des Projekts Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen.

Günter Tiggesbäumker, Dr. phil., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Neuere deutsche Literatur an der Universität Paderborn.