Oliver Sill

Kein Ende und ein Anfang

Germanistische Literaturwissenschaft der sechziger und siebziger Jahre

AISTHESIS Essay 15

2003, ISBN 3-89528-423-8,
136 Seiten, kart. EUR 14,50


Die germanistische Literaturwissenschaft der sechziger und siebziger Jahre - aus heutiger Sicht scheint sie nah und fern zugleich. Noch immer scheiden sich an ihr die Geister, noch immer ist sie Gegenstand nostalgischer Verklärungen oder ressentimentgeladener Verdikte. Jenseits solcher Bekenntnisse erweist sie sich als eine von Widersprüchen gekennzeichnete Übergangsphase der Germanistik: zwischen einer weitgehend entwerteten Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft.

Inhalt:

  • Vorwort
  • 1 Einleitung
  • 1.1 Was bedeutet Zeitgenossenschaft?
  • 1.2 Versuch einer vorläufigen Periodisierung
  • 1.3 Zur Vorgehensweise
  • 2 Fachgeschichte und gesellschaftliche Modernisierung
  • 2.1 Sozialstruktur versus Lebensstil? Die kultursoziologische Debatte der Gegenwart
  • 2.1.1 Entstrukturierungsansätze (Beck, Schulze)
  • 2.1.2 Strukturierungsansätze (Bourdieu)
  • 2.2 Zwischenbilanz
  • 2.3 Zur sozialgeschichtlichen Dimension der Begriffe ‚Bildung‘ und ‚Kultur‘
  • 2.4 Die Germanistik zwischen entwerteter Vergangenheit und ungewisser Zukunft
  • 2.4.1 Auf der Suche nach einer neuen Identität
  • 2.4.2 Das Beispiel ‚Literatursoziologie‘
  • 2.5 Fazit
  • 3 Fachgeschichte und Arbeitsmarktentwicklung
  • 3.1 Arbeitsmarktentwicklung und Erwerbsverläufe: Zum Zusammenhang von Bildung, Beruf und Einkommen
  • 3.2 Absolventenstudien
  • 3.2.1 Zur Geschichte der Absolventenforschung
  • 3.2.2 Absolventenbefragungen zur Germanistik (Magister, Promotion)
  • 3.3 Erste Zwischenbilanz
  • 3.4 Zur Bedeutung von Bildung und Wissen
  • 3.4.1 Soziale Polarisierung durch Wissen
  • 3.4.2 ‚Von der Bildung zum Wissen‘
  • 3.4.3 Die Germanistik im Spannungsfeld von Bildung und Wissen
  • 3.5 Zweite Zwischenbilanz
  • 3.6 ‚Funktion‘ und ‚Leistung‘: Systemtheoretische Perspektiven
  • 4 Zusammenfassung
  • 5 Literatur

Oliver Sill, geb. 1957, PD Dr. phil., studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaft in Münster. Promotion 1990 mit einer Arbeit über autobiographisches Erzählen im 20. Jahrhundert (Zerbrochene Spiegel. Berlin/New York: de Gruyter 1991). Seine Habilitationsschrift Literatur in der funktional differenzierten Gesellschaft ist 2001 im Westdeutschen Verlag erschienen. Im Aisthesis Verlag liegt vor: Der Kreis des Lesens. Eine Wanderung durch die europäische Moderne (2001).

Siehe auch die Webseite von Oliver Sill: www.oliversill.de