Literarische Liebe und metaphorisches Begehren
Inhalt:
Gislinde Seybert, Dr. phil., Literaturwissenschaftlerin in Hannover. Im Aisthesis Verlag erschienen Liebe als Fiktion. Studien zu einer Literaturgeschichte der Liebe von Petrarca bis Simone de Beauvoir (1995); (Hg. zus. m. Gisela Schlienz) George Sand jenseits des Identischen/au delà de lidentique (2000) und (Hg.) Das literarische Paar/Le couple littéraire. Intertextualität der Geschlechterdiskurse/Intertextualité et discours des sexes (2003).
Gislinde Seybert (Hg.)
„Das Liebeskonzil“
Le Concile damour
Amour littéraire et désir métaphorique
2004, ISBN 3-89528-409-2,
294 Seiten, kart. EUR 24,80

„Das Liebeskonzil“/„Le concile d’amour“ vereinigt in einem internationalen pluridisziplinären Kolloquium zwanzig Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus vier Ländern, um über die literarische Liebe nachzudenken: Wie sich literarische Liebe und metaphorisches Begehren/Amour littéraire et désir métaphorique darstellen als Reflexion über die Beziehung der Geschlechter.
Von der jüdischen Texttradition mit dem Hohelied Salomons bis zur Zeit nach dem Holocaust mit Edmond Jabès zeigt der Gang durch die Literaturgeschichte die zunehmende Erkenntnis über die diskursive Konstruktion und die rhetorisch-poetische Verfaßtheit der Liebe in ihren metaphorischen und metonymischen Gestaltungen. Bleibt der Rest des factum brutum der beiden Epidermen, in denen immerhin gesellschaftlich geschaffene, rollen- und geschlechtsbedingte Subjekte stecken.
Die affectatio, Affektion, früher der Gottheit zugerechnet, muß damit die Liebe weitergeht das moderne und postmoderne Bewußtsein in imaginären und symbolischen Transformationen aus sich selbst erschaffen.