Schrift und Bild in Bewegung, Bd. 4, 2002, ISBN 3-89528-380-0,
Inhalt:
Ulrike Landfester, geb. 1962, promovierte 1993 an der Universität München mit „Der Dichtung Schleier. Zur poetischen Funktion von Kleidung in Goethes Frühwerk“ und wurde 1998 mit „Selbstsorge als Staatskunst. Bettine von Arnims politisches Werk“ ebenfalls in München habilitiert. Nach Gastprofessuren in Frankfurt am Main und Wien vertritt sie derzeit einen Lehrstuhl an der Universität Konstanz und arbeitet an einer Monographie über die Tätowierung in der Literatur. Zahlreiche Publikationen zu Goethezeit, Romantik, Vormärz, Fin de siècle, Expressionismus und Gegenwartsliteratur.
Ulrike Landfester (Hg.)
Schrift und Bild und Körper
hg. von Bernd Scheffer und Oliver Jahraus
210 Seiten, kart. EUR 17,50
[vergriffen]
E-Book: EUR 8,50 bei Paper'C

Die Reihe „Schrift und Bild in Bewegung“ hat die Aufgabe, die mediale Situation am Beginn des 21. Jahrhunderts kritisch zu bilanzieren. Die Beiträge des vorliegenden Bandes widmen sich in diesem Sinne der Trias von Schrift und Bild und Körper. Diese Trias als eine kulturtheoretische Denkfigur zu behandeln, wie es hier von den verschiedensten Fragestellungen aus unternommen wird, heißt, anstelle der klassischen Dichotomie von Natur und Kultur nunmehr ein unabgeschlossenes und unabschließbares Netz rhizomartig miteinander verbundener Spielräume für stets neu zu verhandelnde Mischungsverhältnisse aus Durchlässigkeit und Schließung zu erkunden. Mit dem Körper wird der Blick auf die Zwischenräume zwischen natürlicher, biologischer Vorgabe und kultureller Codierung, zwischen Unwillkürlichkeit und Intentionalität, zwischen Nacktheit und Gewandung, zwischen Oberfläche / Raum und Beschriftung / Bebilderung / Tätowierung gerichtet. Gerade in diesen Zwischenräumen wird deutlich, wie Identität, Individualität und Subjektivität im Spannungsfeld von Körper und Körperlichkeit und ihrer Diskursivierung angesiedelt sind und wie sie immer auch über den Umweg des Körpers hergestellt und gleichzeitig subvertiert werden.