Carola Hilmes/Dietrich Mathy

Die Magie der Unterbrechung

1999, ISBN 3-89528-235-9, 204 Seiten, kart. EUR 24,50 

 

Wenn wahr ist, daß innerhalb eines komponierten Ganzen Konzinnität und innerer Konnex durch prozessuale Entwicklung sich konsolidieren, so springt ins Auge, wie fundamental kategoriale Bestimmungen der Unterbrechung - Pause, Schnitt und Sprung etwa - für künstlerische Gebilde sind. Auf historische Prozesse einzugehen hieße, die Dialektik von Kontinuität und Bruch zu studieren. Das Zeitkontinuum, Bedingung zugleich und Resultat von Sprache und Bewußtsein, legt selbiges Verhältnis als die Gegensatzspannung von Identität und Differenz nahe. Der Titel, der den engeren Untersuchungsradius von Collage- und Montagetechnik weit übergreift nicht zuletzt im intervallbildenden Zwischenraum, einem Nichts, seinen Fluchtpunkt findet -, thematisiert zudem das Problemfeld vom sogenannten Ursprung der Kunst, das letztere regionaliter an ihre magischen Anfänge zurückverweist. Der Sammelband versteht sich nicht nur als theoretische Auseinandersetzung mit dem Problem, sondern will auch konkret anschauliche Beiträge zur ästhetischen Umsetzung liefern. Neben Textbeiträgen enthält er diverse Zeichnungen, Grafiken und Fotografien.

Carola Hilmes und Dietrich Mathy sind am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main tätig. Im Aisthesis Verlag erschienen von denselben Herausgebern die Sammelbände Spielzüge des Zufalls. Zur Anatomie eines Symptoms (1994) und Protomoderne. Künstlerische Formen überlieferter Gegenwart (1996)