Carsten Bäuerl

Zwischen Rausch und Kritik 3

Der tragische und der rauschhafte Ton in der Musik

2004, ISBN 3-89528-490-4,
109 Seiten, kart. EUR 19,80


Das Gemeinsame dieser sechs Essays zur Musik liegt in der Wahrnehmung des musikalischen Tones als Ausdruck, als Produkt des menschlichen Rausches sowie seiner tragischen Existenz. Was bei Strawinsky, bei Wagner oder in Mozarts Höllenarie der „Zauberflöte“ rauscht, ist der Ton der entfesselten Natur, der uns unsere Naturwesenhaftigkeit vorspielt. Doch dieser der Musik innewohnende, existentielle Rausch ist nicht der Rausch eines hellen, lieblichen Bächleins – was bereits Schumanns und Eichendorffs Romantik nahe legt und bei Schönberg, Berg und Webern kompromisslos in die Moderne geführt wird. Wir sind gesellschaftliche Wesen, und darum kann der menschliche Ton nicht anders, als dies zum Ausdruck bringen; was besagt, daß Leid und tragische Existenz aus ihm sprechen. So also sprechen im Ton der Musik Rausch und menschliche Tragödie sich aus.

Inhalt:

  • Vorbemerkung
  • Zur Theorie eines Tons
  • Einführung in Adornos moderne und in einige postmoderne Positionen zur neuen Musik
  • Wagner, ein Fall für Nietzsche, Bloch und Adorno
  • „Le sacre du printemps“ zwischen Strawinskys Rausch und Adornos Kritik
  • Anmerkungen zur Zauberflöte
  • Schumanns und Schuberts liedlyrische Romantik
  • Literaturverzeichnis

Carsten Bäuerl, geb. 1966 in Herford, lebt mit seiner Familie in Bad Oeynhausen und arbeitet als Sozialpädagoge und freier Schriftsteller. Er studierte Sozialarbeit, Philosophie und Literaturwissenschaft mit den Schwerpunkten Ästhetik und Sozialphilosophie. Bei Aisthesis sind bereits die Bände „Zwischen Rausch und Kritik 1“ (mit dem er 2001 den Westfälisch-Lippischen Dissertationspreis gewann) und „Zwischen Rausch und Kritik 2“ erschienen.