Stationen der Dramentheorie von Aristoteles bis Heiner Müller AISTHESIS Studienbuch 7
Inhalt:
Dieter Heimböckel, Dr. phil., ist Professor für Literatur und Interkulturalität an der Universität Luxemburg. Arbeitsschwerpunkte: Gattungspoetik, Literaturtheorie und Ästhetik, Moderne, Interkulturalität. Wichtigste Publikationen: Walther Rathenau und die Literatur seiner Zeit (1996); Goethes Reise-Tagebuch für Frau von Stein und die Italienische Reise bis zum ersten römischen Aufenthalt (1999); Heinrich von Kleist. Sämtliche Briefe (Hg., 1999); Emphatische Unaussprechlichkeit. Sprachkritik im Werk Heinrich von Kleists (2003); Der Bildhunger der Literatur (Mhg., 2005); Walther Rathenau. Der Phänotyp der Moderne (Mhg., 2009); Interkulturalität als (un)vollendetes Projekt der Literatur- und Sprachwissenschaften (Mhg., 2010). Er ist Mitherausgeber der Aisthesis-Reihe Moderne-Studien.
Neuerscheinung
Dieter Heimböckel
Kein neues Theater mit alter Theorie
2010, ISBN 978-3-89528-787-9,
93 Seiten, kart. EUR 14,80

„Aristoteles konnte nichts anders lehren, nach den Mustern, die er vor sich hatte, und deren Entstehungsart ich unten aus den Religionsmeinungen klar machen will. Eben hier ist die unsichtbare Spitze, auf der alle herrliche Gebäude des griechischen Theaters ruhen: auf der wir aber unmöglich fortbauen können.“
Seit Aristoteles ist die Entwicklung des Dramas ohne dessen theoretische Flankierung nicht zu denken. Häufig genug bildet die Theorie – zumal in der Moderne – eine Art der Selbstverständigung darüber, was in der Praxis umgesetzt werden soll. Sie ist nicht nur der Ort, in dem über die Grundlagen und Ausprägungen des Dramas nachgedacht wird; sie leitet regelmäßig auch ein neues Denken über das Drama ein. Das Studienbuch „Kein neues Theater mit alter Theorie“ hat sich daher zum Ziel gesetzt, einen zusammenfassenden Überblick über die für die Gattungsgeschichte zentralen Stationen der deutschen Dramentheorie und ihre Voraussetzungen zu vermitteln. Es dient der Einführung und möchte zugleich zur weiterführenden Vertiefung in das Thema beitragen. Insofern versteht sich der historische Überblick auch als ein Baustein zur Heuristik des Dramas.
Aristoteles und Horaz
Die frühneuzeitliche Rezeption der antiken Dramentheorie
Theorien des Dramas im 18. Jahrhundert
Dramentheorie von Hölderlin bis Nietzsche
Von Benjamin bis Heiner Müller
Eine (kleine) Zugabe