Neuerscheinung 

Forum Vormärz Forschung

Jahrbuch 2009, 15. Jahrgang

Literatur und Recht im Vormärz

Herausgegeben von Claude D. Conter

2010, ISBN 978-3-89528-772-5,
285 Seiten, kart. EUR 45,-
 

Leseprobe: PDF-Datei, 900 Kb

 

E-Book: EUR 29,80 bei Paper'C

Schwerpunktthema des Jahrbuches 2009 des Forum Vormärz Forschung ist das Verhältnis von Literatur und Recht im Vormärz, ein seit den Anfängen der Vormärzforschung zentraler und kontinuierlich bearbeiteter Problemaufriss mit hoher Relevanz für das Verständnis der Literatur nach den Karlsbader Beschlüssen vom 20. September 1819. Die hier versammelten Beiträge stehen daher einerseits in der Kontinuität bisheriger Beschreibungsmodelle vormärzlicher Literatur. Sie beschreiten andererseits neue Wege, insofern sie das traditionell auf die Zensur fokussierte Interesse am Verhältnis von Literatur und Recht erweitern. Sie knüpfen zudem an die vielfältigen Studien zu den Wechselbeziehungen zwischen Recht und Literatur im Allgemeinen an, die in den letzten Jahren unter dem anregenden Impuls der Law-and-Literature-Bewegung in den Literatur- und Geisteswissenschaften ein besonderes Interesse hervorgerufen haben. Es ist folgerichtig, dass das FVF auch diese Ansätze aufgreift, abwägt und für seinen Gegenstand fruchtbar macht.


Inhalt:

  • I. Schwerpunktthema: Literatur und Recht im Vormärz

  • Claude D. Conter (Luxemburg): Literatur und Recht im Vormärz. Einleitung

  • 1. Wechselbeziehungen zwischen Rechts- und Literatursystem

  • Michael Niehaus (Dortmund): Gutachterlichkeit

  • Holger Steinberg / Sebastian Schmideler (Leipzig): Der Fall Woyzeck – Historische Quellen, zeitgenössische Diskurse

  • Wilfried Sauter (Essen): Freiheitskampf und Strafgericht. Das Zuchthaus als Lebensort revolutionärer Publizisten und als Objekt des politischen Diskurses

  • Christine Haug (München): Ernst Steiger – ein deutsch-amerikanischer Zeitungsagent, Verleger, Buchhändler und Nachdrucker in New York

  • 2. Rechtsverhandlungen in der Vormärzliteratur

  • Joachim Linder (München): Gründungsszenen der Genreliteratur. Adolph Müllners Erzählung Der Kaliber (1828/29) am Beginn der deutschen Krimigeschichte

  • Anna Busch (Berlin): Julius Eduard Hitzig und die öffentlichkeitswirksame Popularisierung des Rechts

  • Barbara Tumfart (Wien): „… von einem ruchlosen Banditen zerfleischt“. Der Wiener Kriminalfall Jaroszynski (Frühjahr 1827) in Wirklichkeit und Fiktion – eine publizistische und literarische Spurensuche

  • Peter Rippmann (Basel): Gotthelfs irdische und himmlische Gerechtigkeit

  • 3. Liberalismus, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie im Vormärz

  • Kaspar Renner (Berlin): Wie poetisch ist das Recht? Jacob Grimm zwischen Etymologie und Topik

  • Christoph Schmitt-Maaß (Halle/Saale): Die Einheit, der Gang und die Macht der Poesie. Die Poetologie der Rechtsgeschichte bei Savigny und den Brüdern Grimm und ihre Folgen für die Literatur(geschichte) des Vormärz

  • Eva Maria Werner (Innsbruck): Das Rotteck-Welckersche Staatslexikon


  • II. Weitere Beiträge

  • Inge Rippmann (Basel): „der deutschen Revolution eine Eisenbahn eröffnen“. Ludwig Börne und die Moderne. Ein kritischer Nachtrag zum Jahrbuch 2008


  • Rezensionen
  • Mitteilungen aus dem Forum Vormärz Forschung


Aus der Kritik:


[...] [der Band bietet] reichhaltige, breitgestreute Erträge, verbinde[t] verschiedene methodische Zugänge zu dem Thema. [...]
Hans-Edwin Friedrich in „KulturPoetik“ (Bd. 11,2; 2011)