Neuerscheinung 

Theodor Althaus

Zeitbilder von 1840 – 1850

Herausgegeben von Renate Hupfeld

Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen Band 40
Reihe Texte Band 16


2009, ISBN 978-3-89528-761-9,
150 Seiten, kart. EUR 14,80
 

Theodor Althaus, geboren am 26. Oktober 1822, ist der älteste Sohn des Pfarrers und späteren Generalsuperintendenten Georg Friedrich Althaus und seiner Frau Julie Auguste Christine. Nach dem Besuch des Detmolder Gymnasiums verläßt er 1840 seine Heimatstadt, um in Bonn Theologie zu studieren. Die demokratischen Gedanken seiner Universitätslehrer Ernst Moritz Arndt, Gottfried Kinkel und Christoph Dahlmann fallen bei dem jungen Intellektuellen auf fruchtbaren Boden, und schon als Student wird ihm klar, daß er sich um einer beruflichen Karriere willen keinesfalls den undemokratischen Verhältnissen seiner Zeit anpassen will.
1841 setzt Althaus sein Studium in Jena fort und schließt sich der Burschenschaftsbewegung an. Nach dem theologischen Examen in Bonn setzt er seine Studien in Berlin fort, u.a. bei Ranke und Schelling.
Immer wieder kehrt er ins Detmolder Elternhaus zurück und beginnt seine Laufbahn als Schriftsteller und Journalist, der mit kritischen Artikeln in der Bremer „Weser-Zeitung“ und streitbaren Abhandlungen auf sich aufmerksam macht. Konsequent kämpft er für ein Leben nach dem Vorbild des Urchristentums und für einen demokratischen Staat, in dem Freiheit und Gerechtigkeit garantiert sind.
Im Juli 1848 wird er leitender Redakteur der „Bremer Zeitung“, die im selben Jahr verkauft und in Hannover als „Zeitung für Norddeutschland“ weitergeführt wird. Ein Leitartikel von Althaus mit einem Aufruf zum bewaffneten Kampf für die Durchsetzung der deutschen Reichsverfassung führt zu seiner Verhaftung und Verurteilung wegen Hochverrats. Im Mai 1850 wird er vorzeitig aus der Haft entlassen.
Der Versuch, an der ‚Hamburger Hochschule für das weibliche Geschlecht“ eine Anstellung zu erlangen, scheitert an den Hamburger Behörden.
Am 2. April 1852, stirbt Althaus, noch nicht dreißigjährig, in Gotha an Leukämie.
Seine nachgelassenen Schriften – Briefe, Erzählungen, Gedichte – haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt.

Inhalt:

  • Vorwort

  • Studium in Bonn, Jena und Berlin, aus Briefen 1840 – 1844
    (Begegnungen mit Ernst Moritz Arndt, Gottfried Kinkel, Jakob und Wilhelm Grimm, Hoffmann von Fallersleben, Bettina von Arnim)

  • Malwida von Meysenbug gewidmete Gedichte, 1844
    (aus dem Zyklus „Nordischer Wintergarten“)
  • Junger Leichtsinn
  • Ein Paradies im Sturm

  • aus: „Sonntagsblatt zur Weser-Zeitung“, Bremen, den 13. Juli 1845
    (Artikel anlässlich des 25jährigen Thronjubiläums von Leopold II. im Fürstentum Lippe)
  • Detmold am Jubeltage des Fürsten

  • aus: „Eine Rheinfahrt im August“ [1846]

  • aus: „Zukunft des Christenthums“ [1847]
  • Christus der Demagog – und die christliche Polizei

  • Leipzig im Sommer 1847, aus Briefen und Tagebüchern
    (Begegnungen mit Gustav Mayer, Arnold Ruge, Heinrich Wuttke, Eduard Mautner, Friedrich Hebbel)

  • aus: „Blätter für Literarische Unterhaltung“ [1847]
  • Heine’s „Atta Troll“

  • aus: „Die politischen Lyriker unserer Zeit“ [1847]
  • Nikolaus Lenau

  • aus: „Mährchen aus der Gegenwart“ [1848]
  • Die Herberge zu Gerechtigkeit
  • Ein Idyll
  • Das alte Lied
  • Ein Freiheitstanz
  • Eine Nacht der Gegenwart
  • Aus der Einsamkeit
  • Zwei Freunde

  • Das Jahr 1848, aus Briefen und Tagebüchern

  • aus: „Aus dem Gefängnis. Deutsche Erinnerungen und Ideale.“ [1850]
  • Deutsche Erinnerungen
  • Tagebuch
  • I.
  • II . Aus dem Feldlager ins Gefängniß
  • III.
  • IV. Aus der Heimath
  • V.
  • VI.
  • VII. Vom Rhein
  • VIII.

  • Charaktere
  • Robert Blum
  • Heinrich von Gagern
  • Gottfried Kinkel
  • Julius Fröbel

  • Deutsche Ideale
  • IV. Das neue Ideal. Der humane Universalismus

  • Poesien
  • Vom Meere. 1. Erster Gruß

  • Biographisches

  • Texte und Textgestalt

  • Textquellen

  • Weitere Quellen