Neuerscheinung 

Bernd Scheffer / Christine Stenzer (Hgg.)

Schriftfilme

Schrift als Bild in Bewegung

Bild und Schrift in Bewegung Bd. 16


2009, ISBN 978-3-89528-749-7,
247 Seiten, zahlr., zum Teil farbige Abb., kart. EUR 24,80
 



E-Book: EUR 16,80 bei Paper'C

Die verschiedenen Artikel des vorliegenden Bandes zeigen, dass sich der Gebrauch von Schrift im Film seit der Pionierzeit des Films bis hin zu gegenwärtigen digitalen Produktionen nicht auf die pure Vermittlung semantischer Informationen beschränkt, sondern dass Schrift nun selbst häufig zum ‚Hauptdarsteller‘ wird.

‚Schriftfilme‘ – das sind analog oder digital basierte Kurzfilme oder Filmtitel mit bewegter, animierter, grafisch gestalteter und vertonter Schrift. Aus fünf Bereichen werden ‚Schriftfilme‘ vorgestellt: Künstlerische Filme, Filmtitel, Werbefilme, Musikvideos und TV Motion Design.

‚Schriftfilme‘ verdeutlichen, wie sich eine Kultur, die lange Zeit von einer statischen Schrift dominiert war, nun durch technisch-elektronische Medien zu einer offenen Schrift-und-Bild-Kultur verändert. Schrift und Bild sind unverkennbar in Bewegung geraten und dabei auch emotionalisiert worden. Wir beobachten hier zwar den Abbau der alten Totalität des Buches, aber keinen ‚Untergang der Schriftkultur‘, im Gegenteil: einen Aufstieg der Schrift.

Inhalt:

  • Bernd Scheffer: „typEmotion“: Schriftfilme. Schrift als Bild in Bewegung

  • I. Schriftfilme: historisch und systematisch
  • Christine Stenzer: Filmische Schrift. Ein Überblick
  • Harald Pulch: Der Schrifteinsatz im expressionistischen Werbefilm Film
  • Florian Krautkrämer: SchriftBild und Kalligramm: Schriftfilme der 60er und 70er Jahre
  • Kris Krois: Wissen in Bewegung: Der Docu Clip

  • II. Schriftfilme: Theorie-Rahmen
  • Mario Grizelj: Dissidente Medialität, oder die gespenstische Form des frühen Films
  • Stephan Packard: Eine Ästhetik der Überforderung. Imaginäre Lesbarkeit und Opazität in Schriftfilmen
  • Rolf Sachsse: Von lesbaren Städten und einstürzenden Buchstaben. Zwei Phänomene und ihr möglicher Zusammenhang

  • III. Schriftfilme: Künstler, Projekte, Ausblick
  • Klaus Peter Dencker: Zur Vorgeschichte der Textfilme und zu den eigenen Textfilmen
  • Peter Göltenboth: Nur ein paar Worte. Über die Entstehung des Videoclips. Nur ein Wort der Band „Wir sind Helden“
  • Peter Friedrich Stephan, Claudius Lazzeroni: Raumstaben – Eine Schrift nach der Schrift. Ein Forschungsprojekt im Wissensdesign
  • Zu der Autorin und den Autoren

Bernd Scheffer, Professor für Literatur- und Medienwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Verschiedene Veröffentlichungen zum Thema ‚Schrift und Bild‘. Kurator einer Ausstellung über ‚Schriftfilme‘.

Christine Stenzer, 2009 Promotion mit der Arbeit
Hauptdarsteller Schrift. Ein Überblick über Schrift in Film und Video von 1885 bis 2009, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, im Kuratorenteam einer Ausstellung über ‚Schriftfilme‘.


Aus der Kritik:


[...] „Schriftfilme“ ist eine Essaysammlung zu einem spannenden Thema -- Schrift als Begleiter des Films beinahe von Anbeginn der Kinematographie an. Die Autoren, allesamt Fachleute auf ihrem Gebiet, beleuchten die verschiedenen Einsatzbereiche des geschriebenen Wortes, den Wandel, dem die Schrift im Film unterworfen ist, sie geben einen Ausblick auf einen neuen Umgang mit Autorenschaft, lebendig gewordene Buchstaben und einen neuen Modus der Übermittlung von Wissen.
Marlis Schmidt in „rezens.tfm“ (1.6.2010)
Die vollständige Rezension: http://www.univie.ac.at/film/php/rezension/rezens.php?action=rezension&rez_id=89