Neuerscheinung 

Stadt.Land.Pop

Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule

Bernd Begemann / Blumfeld / Erdmöbel / Bernadette La Hengst / Die Sterne

Hg. von Moritz Baßler, Walter Gödden, Jochen Grywatsch und Christina Riesenweber

Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen Band 34


2008, ISBN 978-3-89528-708-4,
256 Seiten, 150 z.T. farbige Abb., + DVD, kart. EUR 19,80
 
(vergriffen)

Leseprobe: PDF-Datei, 4,6 MB

Der Begleitband zur Ausstellung Stadt.Land.Pop. der LWL-Literaturkommission für Westfalen im Museum für Westfälische Literatur, Kulturgut Haus Nottbeck, Oelde-Stromberg, vom 27. November 2008 bis 19. April 2009.

Halb Hamburg kommt aus Bad Salzuflen und auch sonst passiert in Westfalen mehr Pop, als man denken mag. Eine Textsammlung über deutschsprachige Popmusik zwischen Provinz und Metropole, über Die Sterne, Die Braut haut ins Auge und Blumfeld, über Ostbevern, Köln und Seattle, über das Forum Enger und die 1980er, über Bielefeld, Herford und das legendäre Musiklabel Fast Weltweit.

Auf der beigefügten DVD befinden sich Interviews mit Bernadette La Hengst, Frank Spilker, Erdmöbel, Michael Girke und Frank Werner (Fast Weltweit).

Inhalt:

  • Stadt.Land.Pop. – Das Projekt

  • Ost-Westfalen, Fast-Weltweit. Grandios am falschen Ort: Deutscher Pop kommt aus der Provinz. Eine Erinnerung an Bad Salzuflen.
    Von Bernd Begemann

  • Wo warst du 85?
    Von Bernadette La Hengst

  • Fast Was? Zwischen Elternhaus und Metropole.
    Von Frank Spilker

  • Was die Zeit von ihren Geheimnissen erzählt. Die goldenen 1980er-Jahre. Erinnerungen an ein Popjahrzehnt.
    Von Michael Girke

  • Nette Sache, das. Über Fast Weltweit, das Forum Enger und einige nicht mehr ganz genau rekonstruierbare Zusammenhänge.
    Von Eckhard Schumacher

  • Bad Salzuflen, weltweit. Die Pop-Provinz der Hamburger Schule.
    Von Moritz Baßler

  • Do it yourself! Die „Fast-Weltweit“-Familie, Hoffnungen, Träume, deutsche Texte. Ein Rückgriff auf Gesprächsprotokolle des Jahres 1988.
    Von Walter Gödden

  • „Ich will da nicht leben, wo es niemals Leben gab“. Der Diskurs-Pop der Sterne als ‚kapitalistischer Realismus’.
    Von Till Huber

  • Keine Angst vor gar nichts. Bernadette La Hengsts Hörspiel Die Liebespopulistin und die soziale Seite des Pop.
    Von Walter Gödden

  • Erdmöbel. Ein Gespräch

  • Der Rhein war eine Schrift. Topografien des Pop.
    Von Jochen Grywatsch

  • Eine Geschichte mit Blumfeld. Jochen Distelmeyer und die Bürde der „Hamburger Schule“
    Von Walter Gödden

  • Das Videoalbum + DVD
    Von Thomas Strauch, Carsten Engelke, Walter Gödden und Studierenden der Universität Paderborn
  • Stadt.Land.Pop. – Der Überblick
  • Eine literarische Spurensuche – Zu Gast bei Bernadette La Hengst
  • Frank Spilker – Ein Interview
  • Erdmöbel – Ein Gespräch
  • Das Label: Fast Weltweit – Ein Gespräch mit Frank Werner und Michael Girke


Aus der Kritik:


Ihr wollt in Tokio sein? Ihr wisst ja noch nicht einmal, wie Bielefeld funktioniert: Eine Ausstellung sichtet die Wurzeln deutscher Popmusik. Seit Jahren hört man den Witz, die halbe „Hamburger Schule“ stamme eigentlich aus Bad Salzuflen. Dass dies durchaus wahr ist, zeigt nun eine Ausstellung in Oelde, die sich den westfälischen Wurzeln deutscher Popmusik widmet. In der Tat sind mit dem „elektrischen Liedermacher“ Bernd Begemann, der Chanteuse Bernadette Hengst und Frank Spilker von der Band Die Sterne wichtige Exponenten der für die neunziger Jahre prägenden deutschen Popmusik ursprünglich Bad Salzufler; Jochen Distelmeyer von Blumfeld stammt aus dem nahe gelegenen Brake bei Bielefeld. In Ostwestfalen, das manche für ein dadaistisches Konstrukt halten, stand also die Wiege des deutschen Diskurs-Pop. [...]
Jan Wiele in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (11.12.2008)

[...] Der reich bebilderte Katalog [...] enthält Originalbeiträge der Musiker und eine Interview-DVD, die die popliterarische Spurensuche in OWL ausführlich dokumentiert.
Thomas Klingebeil in „Neue Westfälische“ (05.02.2009)

[...] eine auch für kultur- und literaturwissenschaftliche Interessierte lohnende Publikation [...], die gemessen an der Ausstattung zudem erfreulich kostengünstig erworben werden kann.
Olaf Grabienski in „literaturkritik.de“ (Juli 2009)
Die vollständige Rezension: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13179