Neuerscheinung 

Hans Heinz Holz

Bild-Sprachen

Gesammelte Aufsätze zu Kunst und Künstlern


2009, ISBN 978-3-89528-699-5,
352 Seiten, Ln. EUR 24,80
 

Die hier zusammengestellten Aufsätze sind in einem Zeitraum von mehr als vierzig Jahren entstanden aus der Begegnung mit Werken oder Werkzusammenhängen. Sie sind erschienen in Zeitungen als Ausstellungsbesprechungen, in Katalogen als Begleittexte, als Analyse von Problemen, die sich aus der Wahl eines bestimmten Themas für den Künstler ergaben. Sie sind Produkte einer langjährigen Tätigkeit als Kunstkritiker, Ergebnisse der Erfahrungen im Umgang mit Kunstwerken, Zeugnisse der daraus hervorgegangenen Reflexion. Sie sind Deutungen, die die Subjektivität des Interpreten nicht verleugnen wollen und sollen.

Inhalt:

  • Vorrede

  • I. Motive
  • Die Transzendenz des Heiligen im Bilde
  • Madonna aus einer römischen Elegie
  • Pracht und Traurigkeit der Dinge
  • Danae oder die Sprache der Sinne
  • Rolf Iseli – Materialerkundungen
  • Landschaft – geschichtsphilosophisch betrachtet
  • Regen-Spuren
  • Das Bild des Menschen
  • Grenzen und Grenzüberschreitungen
  • Experimente mit Synergiefeldern
  • Weg-Leitungen: Im Gehen sehen

  • II. Klassiker der Moderne
  • Notizen vor Picassos graphischem Werk
  • Fernand Léger – Der proletarische Utopiker
  • Miros Welt der mythischen Zeichen
  • Johannes Itten – Altmeister des Bauhauses
  • Farbe ist Leben. Intuition und Reflexion im Werk Johannes Ittens
  • Natur im Kunstwerk
  • Johannes Ittens Lebenszyklus: Die Jahreszeiten

  • III. Konstruktivität
  • Malewitsch und Lissitzky
  • Anton Stankowski – die geistesgeschichtlichen Koordinaten
  • Xanti Schawinski
  • Richard Paul Lohse
  • Einführungsrede anläßlich der Ausstellung von Richard Paul Lohse
  • Die Konstruktion ist das Bild
  • Kunst – Reflexion – Engagement
  • Lohses Bedeutung für die Bildsprache unserer Zeit
  • Formprobleme der Industriegesellschaft
  • Max Huber: Wechselspiele
  • Die Sinnlichkeit der idealen Form. Gerard Caris und das Pentagramm

  • IV. Körper und Raum
  • Hans Aeschbacher
  • Alberto Giacometti: Gebärden der Bewegung
  • Hans Josphsohn: Die subtile Sprache der Oberfläche
  • Hans Joachim Albrecht
  • Profil und Gestalt
  • Konstellation und Charakter
  • Farbige Profile

  • Bildtafeln

Hans Heinz Holz war bis zu seiner Emeritierung Professor für Philosophie zunächst in Marburg, dann in Groningen (Niederlande). Er ist Ehrenpräsident der ‚Internationalen Gesellschaft Hegel-Marx für Dialektisches Denken‘. Letzte Buchveröffentlichung: „Weltentwurf und Reflexion. Versuch einer Grundlegung der Dialektik“ (Metzler, 2005). Bei Aisthesis sind u.a. von ihm erschienen: „Philosophische Theorie der bildenden Künste“ (3 Bde., 1996/97) und „Seins-Formen. Über strengen Konstruktivismus in der Kunst“ (2001).


Aus der Kritik:


[...] Hans Heinz Holz veröffentlichte, als solches noch möglich war, in Ausstellungskatalogen und in Zeitungen wie der Basler National-Zeiung und der Frankfurter Rundschau allgemeinverständliche Texte zur Kunst, die jetzt in einem Buch versammelt sind. Der Konstruktivismus spielt bei Holz eine gewichtige Rolle, daneben bespricht er Arbeiten bekannter (Picasso, Giacometti) und weniger bekannter Künstler, die biographisch bedingt, aus dem Schweizer Raum kommen, was spannende Entdeckungen ermöglicht. Die größte Entdeckung aber bleibt, daß die Auseinandersetzung mit Kunst immer den Blick auf unser Menschsein schärft.
Heike Friauf in „Junge Welt“ (9.10.2009)