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Michael Vogt (Hg.)
Georg Weerth und die Satire im Vormärz
Referate des internationalen Kolloquiums im 150. Todesjahr des Autors
16.-18. Juni 2006 in der Lippischen Landesbibliothek, Detmold
Vormärz-Studien Bd. XIII
2007, ISBN 978-3-89528-636-0,
276 Seiten, kart. EUR 34,80
E-Book: EUR 25,80 bei Paper'C
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Das hier dokumentierte Georg-Weerth-Kolloquium, im 150. Todesjahr des Autors in Detmold ausgerichtet, galt der Satire: Weerth sah seine schriftstellerische Karriere mit dem Ende der Neuen Rheinischen Zeitung und der 1848er Revolution als gescheitert an, daher kann davon ausgegangen werden, daß der End- und Höhepunkt des Weerthschen Schreibens 1848/49 von besonderer Bedeutung ist. Sein Entschluß, sich unter den danach gegebenen politischen Umständen nicht weiter literarisch zu betätigen, mag wesentlich von der Überlegung bestimmt gewesen sein, daß seine Satire zwar nicht den Gegenstand verloren habe – in diesem Sinn äußert sich Weerth im Brief an Marx vom 3. März 1851 –, wohl aber nach 1849 das als Schreibimpuls nötige politische Gewicht: Die Chance, durch satirisches Schreiben politisch verändernd zu wirken, sah Weerth nicht mehr gegeben.
Inhalt:
- Einleitung
- Norbert Otto Eke: Politische Dramaturgien des Komischen. Satire im Vormärz (mit Blick auf das Drama)
- Claude D. Conter: Personalsatire im Vormärz – Literatursatire und Persönlichkeitsrechtsverletzung
- Inge Rippmann: „Härings-Salat“. Eine Abrechnung
- Olaf Briese: Der Ritter. Spuren eines sozio-literarischen Wiedergängers
- Inge Rippmann: Anmerkungen zu „Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“ (1849) von Georg Weerth. Eine Miszelle
- Raphael Hörmann: „Ja, vorüber war die große kölnische Domfarce“. Marx’ und Weerths Poetik der Revolution in ihren Satiren 1848/49
- Fritz Wahrenburg: Schnapphahnski versus Piepmeyer. Satire als Text und Karikatur bei Johann Hermann Detmold und Georg Weerth
- Bernd Füllner: „Blödsinn deutscher Zeitungen“. Weerths satirische Textkritiken in der „Neuen Rheinischen Zeitung“
- François Melis: „ich […] möchte […] im wilden Bacchantentanz Bavay und Flamenthum vergessen“. Humor, Satire und Ironie in Georg Weerths Zeitungsartikeln im Revolutionsjahr 1848
- Michael Perraudin: Georg Weerths Das Blumenfest der englischen Arbeiter und andere England-Skizzen: proletarisches Heldentum
- Florian Vaßen: „Rötlich strahlt der Morgen…“ Karikatur und Satire in Georg Weerths Szenen und Portraits ‚aus dem deutschen Handelsleben‘
- Michael Vogt: Biblische Keuschheit im satirischen Gegenlicht. Georg Weerths Gedicht „Herr Joseph und Frau Potiphar“
Michael Vogt, Jahrgang 1952, Dr. phil., studierte Germanistik, Romanistik und Geschichtswissenschaft in Münster und Bielefeld. Buchveröffentlichungen zu Christian Dietrich Grabbe, Georg Weerth, Wilhelm Busch und Ernst Jandl sowie zum Epochenproblem ,Vormärz und Klassik‘.
Aus der Kritik:
[…] Wie man es von den Veröffentlichungen der akademischen Weerth-Forschung gewohnt ist, finden sich auch in diesem Band interessante neue Aspekte und Zusammenhänge beleuchtet. […]
Philipp Lenhard in „prodomo. zeitschrift in eigener sache“ (8/März 2008)
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