AISTHESIS Essay Bd. 26
Inhalt:
Wilhelm Blum, Dr. phil., Jahrgang 1943, hat Klassische Philologie, Geschichte und Philosophie studiert. Er lehrte an Universität und Gymnasien, derzeit ist er Lehrer am Maximiliansgymnasium in München. Seine letzte Veröffentlichung im Aisthesis Verlag: Höhlengleichnisse – Thema mit Variationen (2004).
Wilhelm Blum
Letzte Worte
2007, ISBN 978-3-89528-601-8,
126 Seiten, kart. EUR 14,50

Letzte Worte: Eine Auswahl verbürgter Aussagen verschiedenster Menschen aus ganz verschiedenen Zeiten vor ihrem Tod. Wir springen dabei zwischen den Zeiten (klassische Antike wie auch das 20. Jahrhundert), aber auch zwischen realer Geschichte und der großen Literatur: Kaiser Augustus und Perikles kommen genau so vor wie die Königin Dido aus Vergils Aenesi oder Anna Karenina von Leo Tolstoj. Das Buch schließt mit den Sieben Worten Jesu am Kreuz, es will einen kleinen Anstoß liefern „zu jener echten Demut, die unverzichtbar ist für ein wirklich menschliches Leben“.
(Philipp II., C. Julius Caesar, Kaiser Augustus,
Kaiser Nero, Kaiser Galba, Kaiser Otho,
Kaiser Mark Aurel, Kaiser Julian, Sultan Saladin,
Cornificia, Kaiser Hadrian, Kaiser Septimius Severus)
(Kimon, Perikles, Epaminondas, Hannibal,
Philopoimen, L. Cornelius Sulla, Balak, Talleyrand)
(Alkestis, Corellius Rufus, Peregrinos Proteus,
Kirillow, Dido, Jochen Klepper, M. Porcius Cato,
Eleazar Ben Yair, Anna Karenina)
(Freisler, Himmler, Hitler, Goebbels, Eichmann,
Stroop; Kuno Kamphausen, Marianne Grunthal,
Mildred Harnack, Walter Husemann, Juden im
Warschauer Ghetto, Johann Maier, Michael
Lottner, Claus Graf Schenk von Stauffenberg,
Johann Igl)
(Rabelais, Kartäuserpriester, André Chénier,
Papst Johann XII.; die beiden Schächer am Kreuz,
Stephanus, Martyrer, Monnika, Augustinus, Bruno,
Sergij von Radonesch, Thomas More, Papst Johannes
Paul II., Erasmus von Rotterdam, Heinrich Maier,
Der Hund Argos, Rupert Mayer, Alfred Delp)
Aus der Kritik:
[...] Wilhelm Blum hat aus der abendländischen Tradition [...] ungefähr 70 einigermaßen gut bezeugte „Letzte Worte“ aufgenommen, hat sie biografisch kommentiert und auf ihren existenziellen Gehalt hin befragt, wobei er die sokratisch-platonische Auseinandersetzung mit dem Tod zum Maßstab macht [...]. Wilhelm Blum ist ein Klassischer Philologe und hat ein philosophisches Buch geschrieben, in dem die Philosophen allerdings – mit der großen Ausnahme Sokrates – kaum eine Rolle spielen. Es geht nämlich nicht um Philosophie an sich, sondern um das, wozu sie eine Schulung darstellen könnte: sterben, das heißt leben lernen.
Walter Seitter in „Die Presse“ (18.08.2007)