Michael Fisch

Gerhard Rühm – Ein Leben im Werk 1954-2004

Ein chronologisches Verzeichnis seiner Arbeiten

Bibliographien zur deutschen Literaturgeschichte Bd. 14


2005, ISBN 3-89528-489-0,
202 Seiten, kart. EUR 29,80
 

Gerhard Rühm ist einer der bedeutendsten Künstler dieses Jahrhunderts. Hoher künstlerischer Ernst, Unbeirrbarkeit, Konsequenz, Ideenreichtum und Humor zeichnen ihn seit seinen Anfängen aus. Sein Anspruch als Künstler ist stets der höchste, und er wird ihm in glänzender Weise in jedem Werk gerecht. Kompromisse kennt er nicht.
Ernst Jandl


Gerhard Rühm ist Schriftsteller, bildender Künstler, Theater- und Hörspielautor, Lyriker, Komponist, Interpret seiner Werke und Performancekünstler, Zeichner, Maler, Collagist, kurzum: ein Alleskönner im positiven Sinn. Er ist auf allen genannten Gebieten ein Perfektionist und es gibt keinen zeitgenössischen Schriftsteller, der es ihm nur annähernd gleichtut.
Gerhard Rühm negiert alle herkömmlichen literarischen Konventionen, denn er ist davon überzeugt, dass alle traditionellen Gattungen und überhaupt alle episch-narrativen, lyrischen und dramatischen Schreibweisen, alle Formen literarischer Fiktion veraltet und damit überflüssig sind. Dafür erarbeitet er neue poetische Verfahrensweisen, mit denen die Räume sprachlicher und generell ästhetischer Kommunikation erweitert und die dabei angewandten Mittel zugleich mitreflektiert werden sollen.
Die Quellenlage erschwerte bislang einen praktikablen Überblick über das Gesamtwerk von Gerhard Rühm. Vieles ist im Buchhandel vergriffen und ebenso wenig in Bibliotheken greifbar. Das hier vorgelegte Verzeichnis nennt über 100 Einzelveröffentlichungen und weitere fast 700 bibliographische Hinweise. Das vorliegende chronologische Verzeichnis der Arbeiten von Gerhard Rühm erscheint aus Anlass seines 75. Geburtstages.

Inhalt:

  • Vorwort
  • Hinweis
  • Danksagung

  • 1954 – Beginn der vorwiegend literarischen Tätigkeit [Nr. 1-29]
  • 1955 – Rede an Österreich [Nr. 30-47]
  • 1956 – Erstes Manifest der neuen Dialektdichtung [Nr. 48-67]
  • 1957 – Kurze Beschreibung der Umgebung Wiens [Nr. 68-92]
  • 1958 – Erste Ausstellung mit bildnerischen Arbeiten [Nr. 93-107]
  • 1959 – Hosn Rosn Baa [Nr. 108-117]
  • 1960 – Ideogramme [Nr. 118-130]
  • 1961 – Konstellationen [Nr. 131-140]
  • 1962 – Visuelle Texte [Nr. 141-150]
  • 1963 – Zahlendichtung [Nr. 151-157]
  • 1964 – Umzug nach Berlin [Nr. 158-168]
  • 1965 – Lehrsätze über das Weltall [Nr. 169-185]
  • 1966 – Hommage an Konrad Bayer [Nr. 186-202]
  • 1967 – Hommage an die Wiener Gruppe [Nr. 203-205]
  • 1968 – Fenster [Nr. 206-226]
  • 1969 – Dokumentarische Sonette [Nr. 227-238]
  • 1970 – Gesammelte Gedichte und visuelle Texte [Nr. 239-261]
  • 1971 – Die Frösche und andere Texte [Nr. 262-277
  • 1972 – Professur an der Kunsthochschule Hamburg [Nr. 278-286]
  • 1973 – Wahnsinn [Nr. 287-301]
  • 1974 – Gott schütze Österreich durch uns [Nr. 302-312]
  • 1975 – Wiener Litanei der Verneinung [Nr. 313-335]
  • 1976 – Österreichischer Würdigungspreis [Nr. 336-353]
  • 1977 – Karl-Szuka-Preis [Nr. 354-367]
  • 1978 – Internationale Anerkennung [Nr. 368-380]
  • 1979 – Hommage an Franz Richard Behrens [Nr. 381-403]
  • 1980 – Super Record [Nr. 404-419]
  • 1981 – Musiksprache und Sprachmusik [Nr. 420-430]
  • 1982 – Württembergischer Kunstverein Stuttgart [Nr. 431-438]
  • 1983 – Hörspielpreis der Kriegsblinden [Nr. 439-455]
  • 1984 – Preis der Stadt Wien [Nr. 456-493]
  • 1985 – Visuelle Musik [Nr. 494-513]
  • 1986 – Die österreichische Bundeshymne [Nr. 514-529]
  • 1987 – Museum Moderner Kunst Wien [Nr. 530-541]
  • 1988 – Botschaft an die Zukunft [Nr. 542-557]
  • 1989 – Reisefieber [Nr. 558-567]
  • 1990 – Geschlechterdings [Nr. 568-577]
  • 1991 – Großer Österreichischer Staatspreis[Nr. 578-589]
  • 1992 – Wien, wie es klingt [Nr. 590-605]
  • 1993 – Textall [Nr. 606-620]
  • 1994 – Musik des Verstummens [Nr. 621-626]
  • 1995 – Emeritierung [Nr. 627-636]
  • 1996 – Visuelle Poesie [Nr. 637-648]
  • 1997 – La Biennale di Venezia [Nr. 649-668]
  • 1998 – Kunsthalle Wien [Nr. 669-679]
  • 1999 – Verlier’ nicht den Kopf aus Liebe [Nr. 680-686]
  • 2000 – Um zwölf Uhr ist es Sommer [Nr. 687-695]
  • 2001 – Steirischer Herbst in Graz [Nr. 696-706]
  • 2002 – Pencil Music [Nr. 707-721]
  • 2003 – Das Welthände [Nr. 722-730]
  • 2004 – Was verschweigt die schwarze Witwe [Nr. 731-742]
  • 2005 – Beginn der Ausgabe der Gesammelten Werke [Nr. 743]

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