Helffried Prollius

Die Stiftskirche St. Marien auf dem Berge zu Herford

Baugeschichte und Raumgestalt


1991, ISBN 3-925670-38-6,
175 Seiten, 30 Abb., kart. EUR 17,50
 

Die Herforder Stiftskirche ist innerhalb der westfälischen Kirchenbaugeschichte als Bauwerk von überregionaler, ja: singulärer Bedeutung einzustufen. Zu diesem überraschenden Ergebnis gelangt der Autor der vorliegenden Monographie und belegt seine These anhand von Kartierungen, Plänen und Bildmaterial von z.T. dokumentarischem Wert. War diese gotische Hallenkirche bisher in der Forschung als wenig bedeutsamer Folgebau eingestuft worden, so tritt Helffried Prollius den soliden Gegenbeweis an.

Allen an der mittelalterlichen Sakralarchitektur Westfalens Interessierten ist mit den hier veröffentlichten Ergebnissen Gelegenheit gegeben, ein weiteres und in dieser Eindringlichkeit bislang noch nicht untersuchtes Bauwerk genauer zu verstehen und neu zu würdigen.
Prof. Dr. Cord Meckseper, Hannover

Inhalt:

  • Vorwort

  • Einführung

  • I. Die Stiftskirche
  • 1. Einstieg
  • 2. Der Bau
  • 3. Ziel der Arbeit

  • II. Bisherige Forschung
  • 1. Lokalforschung
  • 2. Religionsgeschichtliche Forschung
  • 3. kunstwissenschaftliche Forschung

  • III. Schriftquellen
  • 1. Urkunden
  • 2. Historische Schriften

  • IV. Die Baubeschreibung
  • A) Vorbemerkung
  • B) Zur Lage
  • C) Das Bauwerk
  • 1. Ausgangsposition
  • 2. Der Baukörper
  • 3. Der Grundriß
  • 4. Der Aufbau im Innern
  • a) Die Halle
  • aa) Kapitell- und Basisbildungen
  • bb) Maßwerksbildung
  • b) Der Chor
  • 5. Der Aufbau im Äußeren
  • 6. Zusammenfassung

  • V. Die Untersuchung
  • A) Annahmen und Ausgangspunkte
  • B) Die Grabung 1939

  • VI. Die Auswertung
  • A) Vorbemerkung
  • B) Die Gründung im 11. Jahrhundert
  • C) Die Bauphase des 12. Jahrhunderts
  • D) Die Bauphase des 13. Jahrhunderts
  • E) Die Bauphase des 14. Jahrhunderts
  • F) Zeitvergleich Münsterkirche / St. Marien

  • VII. Einordnung und Zusammenfassung
  • A) Von der Gründung bis zum 13. Jahrhundert
  • B) Der Bau des 14. Jahrhunderts

  • VIII. Anhang: Michaelstradition und Marienkirche

  • IX. Literatur- und Quellenverzeichnis
  • A) Lokalforschung
  • B) Religionsgeschichtliche Forschung
  • C) Kunstwissenschaftliche Forschung
  • D) Quellen
  • E) Urkunden
  • F) Textauszüge
  • 1. Nicolaus Schaten, Annales Historia Westfaliae Band 1, S. 272, Gründungsbericht "de revelatione"
  • 2. Nicolaus Schaten, I Seite 272, Vetus inscriptio
  • 3. Aus der Urkunde Bischof Bernhard I. von Paderborn vom 10. März 1151 "ad stipendia pauperum"
  • 4. Aus der Urkunde der Äbtissin Ida, Westf. Urkundenbuch Add. Nr. 914 aus dem Jahre 1262
  • 5. Text der Pergamentausfertigung aus dem Jahre 1268
  • 6. Urkunde aus dem Jahre 1279 Westf. Urkundenbuch Add. IV Nr. 1540
  • 7. Aus der Urkunde des Erzbischofs Siegfried von Köln, Westf. Urkundenbuch Add. IV Nr. 2051, Nr. 19 vom 3.1.1290
  • 8. Aus dem Notizbuch der Fraterherren aus dem 16. Jahrhundert. Staatsarchiv Münster: Anno 1282

  • X. Anmerkungen

  • XI. Pläne

  • XII Abbildungen

Helffried Prollius, Jahrgang 1912, kam über die Musik zur Architektur, die er zusammen mit Städtebau und Kunstgeschichte studierte. Nach behördlicher Planungstätigkeit in Berlin, Klagenfurt und Detmold arbeitet Prollius seit über 30 Jahren als freiberuflicher Architekt und Raumplaner. Fachhochschuldozent für Stadtplanung und Raumgestalt. Umfangreiche Studienreisen; Veröffentlichungen und Vortragstätigkeit zu Themen aus Architektur und Städtebau, Kunst- und Kulturgeschichte. Im Aisthesis Verlag ist erschienen: Von Pompeji bis Henry Moore. Zehn Begegnungen mit Kunst und Künstlern.