Von Jean Paul zu Günter Grass Herbert Kaiser zum 65. Geburtstag
Inhalt:
Neuerscheinung
Werner Jung / Sascha Löwenstein /
Thomas Maier / Uwe Werlein (Hgg.)
Wege in und aus der Moderne
2006, ISBN 3-89528-576-5,
305 Seiten, kart. EUR 40,-

Unsere Vorstellungen und Lebensweisen der Moderne zeigen sich in mindestens zwei Hinsichten prekär: zum einen in ihren rational-metaphysischen Eintrittsbedingungen, unter denen sich das neuzeitliche Subjekt in seinem methodisch-technischen Weltbezug konstituiert und versprachlicht, zum anderen in der Frage nach der Möglichkeit transsubjektiver ästhetischer Äußerungen, in denen sich ein unreduziertes und unversehrtes, allgemeinmenschliches Ganzes des Lebens vergeschichtlicht.
Die Thematisierung solcher Wege „in“ und „aus“ der Moderne
ist eine zentrale Herausforderung der Literatur, der sich die hier
behandelten Autoren von Jean Paul bis Nestroy und Kafka, von
Gadamer bis Köpf und Grass in ganz unterschiedlicher Weise
stellen. Sie schließt aber auch das hermeneutische Problem eines
allgemeinmenschlichen „Ganzen“ des Lesens ein, das eine freilich
noch kaum erprobte Anthropologie des Ich anfragt.
Die Poiesis jener nach-lesenden und nach-denkenden Anthropologie
des Ich bildet den Kern der literaturwissenschaftlichen
Forschung Herbert Kaisers, dem die versammelten Beiträge gewidmet
sind.