Kultur der Privatheit in der Netzgesellschaft

Artikel-Nr.: 978-3-8498-1265-2
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Im Institut für Praxis der Philosophie e.V., IPPh, haben wir uns zwei Jahre lang intensiv mit dem Thema Privatheit beschäftigt. Während die öffentliche Diskussion sich durchweg mit dem Schutz der Privatheit in technischer, juristischer und politischer Hinsicht beschäftigt, fragten wir uns nach dem Inhalt der Privatheit. Könnte es sein, dass, was wir da schützen wollen, bereits weitgehend erodiert ist, dass der Raum der Privatheit womöglich leer ist?

Da die Arbeit des IPPH explizit auf Praxis hin orientiert ist, wurde die Thematisierung der Privatheit mehr und mehr zu der Frage, was der einzelne Mensch – mit anderen zusammen – tun kann, um Privatheit überhaupt erst zu entwickeln. Damit war das Thema für die Herbsttagung 2016 und daran anschließend für die vorliegende Veröffentlichung gegeben: Es geht darum, eine Kultur der Privatheit bewusst zu pflegen – oder auch wiederzugewinnen: Durch welche Umgangsformen wird die Familie zu einem Bereich geteilter Privatheit? Wie geht man miteinander um, damit leibliche Intimität etwas Privates ist? Wie richtet man die eigene Wohnung ein, damit sie nicht nur ein grundgesetzlich geschützter Raum ist, sondern durch Einrichtung und individuellen Ausdruck den Charakter des Privaten hat? Daran schließen sich Fragen nach dem persönlichen Gespräch, dem persönlichen Brief, dem Tagebuch an.

Privatheit ist keine Naturtatsache, sondern das Produkt einer besonderen Kultur: Privatheit wird durch unser Verhalten konstituiert.

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