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Medienkomparatistik

Medienkomparatistik

 

Editorial

Das Periodical Medienkomparatistik eröffnet ein neues Forum für Allgemeine und Vergleichende Medienwissenschaft. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Medien und verschiedener medialer Praktiken spielt nicht nur in der gegenwärtigen Alltagswelt eine zunehmend bedeutende Rolle. Vielmehr hat sich in den letzten Jahren, ausgehend von den literatur-, kunst-, und medienwissenschaftlichen Einzeldisziplinen ein fächerübergreifendes Diskussionsfeld herausgebildet, das sich gezielt Fragen des Medienvergleichs und der Interferenz von Medien widmet. Dieser interdisziplinäre Forschungsbereich erlebt derzeit in den Kulturwissenschaften eine erstaunliche Konjunktur. Neben der vergleichenden Methodologie als wichtige heuristische Grundlage besteht eine weitere Zielsetzung der Medienkomparatistik darin, allgemeine Kriterien zur systematischen Erfassung der einzelnen Medien zu entwickeln und ihre jeweilige Bedeutung als genuine Kulturtechniken in sich wandelnden gesellschaftlichen Kontexten zu erkunden.
Dabei soll ein weites Spektrum medialer Formen einbezogen werden, das analoge und digitale Werke umfasst, über traditionelle Bild- und Schriftmedien, Comics, Filme, Fernsehserien bis hin zu Computerspielen, elektronischer Textverarbeitung und Online-Kommunikation reicht.
Welche charakteristischen Eigenschaften zeichnen einzelne Medien aus, was trennt und was verbindet sie? Welche medialen Praktiken und Lektüretechniken haben sich etabliert und gelangen im Umgang mit ihnen jeweils zum Einsatz? Welche produktiven Austauschverhältnisse ergeben sich aus medialen Überlagerungen und Interferenzen? Wie lassen sich historische Umbrüche und Verschiebungen medialer Praktiken und Ästhetiken beschreiben?

Das Periodical erscheint zunächst jährlich in einem Band von ca. 200 Seiten.
Da es in einem interdisziplinären Forschungsbereich angesiedelt ist, richtet es sich an verschiedene kulturwissenschaftliche Fachgruppen, wie zum Beispiel Komparatistik, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft sowie einzelne Philologien wie Anglistik, Germanistik, Romanistik etc.

 

Die Herausgeberinnen:

Lisa Gotto ist Professorin für Filmgeschichte und Filmanalyse an der Internationalen Filmschule Köln und Professorin für Media and Game Studies am Cologne Game Lab der TH Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Filmtheorie, Game Studies und digitale Medienkultur.
http://www.filmschule.de/menschen/professoren/

Annette Simonis ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik der Justus Liebig-Universität Gießen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Intermedialität, Transmedialität und der Vergleich der Künste.
https://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/germanistik/iprof/avl/uber-uns/mitarbeiter/simonis