Hinweise auf Termine und Rezensionen
Aktuelles >>> zum Newsletter
Für den damals noch sehr jungen Aisthesis Verlag war es eine große Ehre, seine Reihe Aisthesis-Essay 1992 mit dem Buch „Don Quijote in der Aufklärung“ von Jürgen Jacobs eröffnen zu können. Der „Bildungsbürger“, wie ihn die FAZ in Ihrem Nachruf bezeichnet, gehörte seit seinem Grundlagenwerk „Wilhelm Meister und seine Brüder - Untersuchungen zum deutschen Bildungsroman“ zu den renommiertesten deutschen Germanisten. 2005 griff er im nunmehr 20. Band unserer Essay-Reihe mit „Zwischenbilanzen des Lebens. Zu einem Grundmuster des Bildungsromans“ sein Hauptthema noch einmal auf. Am 29. Dezember ist er im Alter von fünfundsiebzig Jahren gestorben. Wir waren und sind sehr stolz, ihn zu den Aisthesis-Autoren zählen zu dürfen.
Hans Heinz Holz, seit 1996 hochgeschätzter Autor unseres Verlags, ist am Sonntag, dem 11. Dezember im Alter von 84 Jahren in St. Abbondio/Schweiz gestorben. Wir trauern um einen der kreativsten und produktivsten unserer Autoren, der insgesamt acht Bücher und von 1997 bis 1999 die Zeitschrift „Topos. Internationale Beiträge zur dialektischen Theorie“ (gemeinsam mit Domenico Losurdo) bei Aisthesis publiziert hat. Sein kunstphilosophisches Opus magnum, die „Philosophische Theorie der bildenden Künste“, ist in drei Bänden 1996/97, sein letztes Buch, „Macht und Ohnmacht der Sprache. Untersuchungen zum Sprachverständnis und Stil Heinrich von Kleists“ ist im Juni dieses Jahren in unserem Verlag erschienen. Dass noch weitere Bücher aus seinem Nachlass bei uns erscheinen werden, hoffen wir sehr; es wird sich in den nächsten Monaten entscheiden. Der Tod von Hans Heinz Holz, wenn auch seit einiger Zeit des Leidens vorhersehbar, trifft uns dennoch hart, denn nicht nur intellektuell, sondern auch menschlich waren die Begegnungen mit ihm immer überaus angenehm und bereichernd. Auch war ihm ein Humor zu eigen, der das Beisammensein mit ihm zu einer Freude machte. Die leider viel zu wenigen gemeinsamen Stunden in seinem wunderschönen Haus voll erlesener abstrakter Kunst über dem Lago Maggiore werden unvergessen bleiben.